Thür. Museum: Mittwochs freier Eintritt für Schülergruppen
Mit veränderten Angeboten soll jetzt im Stadtschloss, der Predigerkirche und der Reuter-Villa das Interesse der Eisenacherinnen und Eisenacher und ihrer Gäste für das Thüringer Museum geweckt werden. Ab 1. Juni erhält jede Eisenacherin und jeder Eisenacher in den Häusern des Thüringer Museums freien Eintritt, wenn sie oder er zum Museumsbesuch zwei Perso- nen mitbringt, die den normalen Eintritt zahlen. Die Eisenacher müssen sich entsprechend ausweisen. Ebenfalls ab 1. Juni erhalten Schulklassen sowie Jugendgruppen aus Eisenach an jedem Mittwoch freien Eintritt in den drei Häusern des Thüringer Museums. Zu einer Besucher-Schulklasse oder -gruppe sollten mindestens zehn Kinder bzw. Jugendliche gehören. Diese Angebote gelten zu den regulären Öffnungszeiten zunächst für drei Monate – also bis 31. August 2010. Veranstaltungen in den Museen sind von diesen Regelungen ausgeschlossen.
Mehr Infos: ► www.museum-eisenach.de
Burgfest auf der Creuzburg begeisterte Besucher im Mai
Mittelalterliches bei herrlichstem Sonnenschein sind im- mer ein Garant für viele Besucher auf dem Burgfest auf der Creuzburg. Die verbreitete Meinung, das Mittelalter- fest im Burghof der um 1165 errichteten Feste gehöre zu den schönsten in ganz Thüringen, findet auch im Jahre 2010 seine Berechtigung. Mehr als 30 wohlgewählte und bunt auf dem Burghof verstreuten Händler bieten zum Anlass passende Waren oder Dienstleistungen an. Da hätte wohl selbst Landgraf Ludwig II. dem verlockenden Angebot auf einen süßen Meet sicherlich nicht wieder- stehen können.
Mehr Infos: ► www.burgfest-creuzburg.de
Das historische Lutherhaus in der Wartburgstadt Eisenach
Das Eisenacher Lutherhaus zählt zu den ältesten noch erhaltenen Gebäuden der Wartburgstadt. Überlieferung- en nach soll Martin Luther während seiner Eisenacher Schulzeit von 1498 bis 1501 im Hause der Familie Cotta gewohnt haben. Nicht nur auf alten Bildern wie das aus dem Jahre 1929 läßt sich die historisch hochinteressan- te Geschichte des altehrwürdigen Gebäudes erkennen. Wer auf Spurensuche geht, sieht, daß das Lutherhaus nicht nur ein altes Haus und heute ein Museum ist. 1897 richtete Adolf Lucas im unteren Teil des Hauses eine altdeutsche Gaststätte ein und eröffnete 1898 den "Lutherkeller", der in späteren Jahren "Restaurant Lutherkeller" hieß.
Diese Gastronomie im Lutherhaus gab es bis Ende der 1950er Jahre. Es kommt durchaus vor, daß sich ältere Besucher daran noch erinnern können. Vom Leben in der Gaststätte und von ihren Gästen zeugen die heute noch vorhandenen Gästebücher, in die sich manche fröhliche Runde eintrug. Zu den prominentesten Besuchern gehörten damals der Erzbischof von Uppsala, Nathan Söderblom, und der schwedische Asienforscher Sven Hedin. Die schweren Kriegszerstörungen in Eisenach beendeten die glanzvollen Zeiten der Gaststätte. Bereits 1936 wurde bei einer Luftschutzübung die Möglichkeit einer starken Beschädigung des Luther- hauses durch Bomben in Betracht gezogen. Acht Jahre später wurde dies zur bitteren Realität. Am 23. November 1944 zerstörten anglo-amerikanische Luftminen zahlreiche historische Häuser in der Eisenacher Innenstadt, darunter auch das Lutherhaus. Dem engagierten Bemühen der Nachkommen von Adolf Lucas, vor allem seines Enkels Franz Adolf Lukaß, war es zu verdanken, dass unmittelbar nach Kriegsende der originalgetreue Wiederaufbau des Lutherhauses begann und damit den Eisenachern diese Sehenswürdigkeit erhalten blieb. Heute können Gäste das am Lutherhaus angrenzende "Bibel-Cafe" nutzen, wo es neben Tee, Kaffee und Cappuccino natürlich jede Menge Bibeln in verschiedenen Ausgaben zu lesen und selbstverständlich zu erwerben gibt.
Mehr Infos► www.lutherhaus-eisenach.de
350. Wartburgkonzert am 22. Mai im Festsaal der Wartburg
In der Jubiläumsausgabe kommen zum 350. Wartburg- konzert neben weiteren bekannten Komponisten Werke von Franz Schubert, Max Reger und Johannes Brahms zu Gehör unter dem Titel: Die "Liedertafel" mit "Herzweh und Naturgenuss". Seit dem ersten Wartburgkonzert vom 21. Juni 1958 hat sich außer der Anfangszeit nur wenig geändert. Während damals pünktlich 19.45 Uhr begon- nen wurde, starten die aktuellen Konzerte um 19.30 Uhr. In seiner ersten Ausgabe erlebten die Zuhörer im Palas und live an den Radios Musik von Johann Sebastian Bach, gespielt vom Dresdener Kammerorchester und Solisten. Zum 2. Wartburg- konzert standen neben weiteren Werken ebenfalls Lieder von Franz Schubert und Johannes Brahms auf dem Programm. Weitere Informationen zu den Wartburg- konzerten finden Sie im Internet: ► www.wartburg-eisenach.de
Entdecker-Tour ins Orchideenreich per Bahn mit der STB
Auch 2010 lädt die Süd-Thüringen-Bahn Fahrgäste und Interssierte aus Stadt und Land zu vier unterhaltsamen Themenfahrten entlang der STB-Linien ein. Die Eisen- bahn hat hierzu wieder einen interessanten Ausflugstag mit einem kundigen Kenner der Region und einem Quiz und Spaßeinlagen vorbereitet. Wer sich jetzt anmeldet und einsteigt, kann sich auf erlebnisreiche Stunden freu- en. Sie reisen in modernen RegioShuttles diesesmal gleich aus zwei Richtungen zum Wanderziel. Zum einen von Eisenach über Meiningen nach Plaue in Thüringen und zum anderen von Erfurt über Neudietendorf nach Plaue. Von dort aus starten Sie zu einer spannenden Wanderung über die landschaftlich reizvollen Reinsberge zur Quelle Bettelborn, wo eine geheimnisvolle und unglaublich arten- reiche Orchideenwiese ihre Geheminisse lüften wird. Hier wird auch ein Picknick mit Unterhaltung und einem Quiz eingeladen.
Termin: Samstag, der 29. Mai 2010, Bahnhof Eisenach, Abfahrt 8.15 Uhr
Zustiegsbahnhöfe: ab Eisenach 8.15 Uhr, ab Meinigen 9.33 Uhr, in Plaue 10.32 Uhr oder ab Erfurt 9.37 Uhr, in Plaue 10.07 Uhr. Der Zustieg ist an allen Bahnhöfen ent- lang der Strecke möglich. Die Entdecker-Fahrscheine gibt es im RegioShuttle und ksten für Erwachsenen 15,.- Euro und für Kinder bis 14 Jahre 7,50 Euro. Enthalten sind der Fahrpreis, die Wanderführung, Spiel und Spaß, ein Thüringer Imbiss und eine tolle Kremserfahrt zurück zum Bahnhof Plaue. Eine Teilnahmereservierung ist unter der Telefonnummer 0361-74207 199 möglich. (Info: Süd-Thüringen-Bahn)
Sanierung im Eisenacher Wartburg-Stadion hat begonnen
Im Wartburgstadion begannen am 17. 5. offiziell die Bau- arbeiten für die Sanierung der Sportanlage. Oberbürger- meister Matthias Doht gab mit einem symbolischen er- sten Spatenstich das Startsignal. Das Stadion wird ent- sprechend des Stadtratsbeschlusses zum Konjunk- turpaket II saniert. Mit dem Umbau sollen die 400-Meter-Rundumlauf-Bahnen sowie die Kurzstreckenbahnen (100 Meter Sprint und 110 Meter Hürden), eine Speerwurfanlage, zwei Hochsprung- anlagen, eine Kugelstoßanlage sowie weitere Anlagen für den Schul-, Vereins- und Freizeitsport neu entstehen. Es wird eine automatische Beregnungsanlage für die Sportrasenflächen installiert. Die Arbeiten werden bis in den Herbst andauern; das Stadion wird voraussichtlich bis November 2010 nicht nutzbar sein: Die Sportrasen- flächen werden voraussichtlich erst im Frühjahr 2011 nutzbar sein. Die Kosten für die Umbau- und Sanierungarbeiten sind mit 650.000 Euro veranschlagt. Die Förderung über das Konjunkturpaket II beträgt 487.500 Euro sowie eine Bedarfszu- weisung in Höhe von 130.000 Euro. Der Eigenanteil der Stadt liegt bei 32.500 Euro.
Anna-Lea und Lisa malten die schönsten Waschbären
Und wieder hat ein Mädchen den Logo-Malwettbewerb zur Eisenacher Kinderkulturnacht gewonnen: Anna-Lea Rink malte den schönsten Waschbären in dem Wettbe- werb, den die Kinderbeauftragte Annette Backhaus für die mittlerweile 6. Kinder-Kulturnacht ausgeschrieben hatte. Leider kann ihre Zeichnung aber nicht als op- tisches Leitmotiv durch die Nacht des 19. Juni führen, da Anna-Lea kein komplettes Tier gezeichnet hat. Damit ist das Bild graphisch nicht geeignet. Aus diesem Grund entschied sich die Jury außerdem für den Wasch- bären von Lisa Fischer - er errang bei der Auswertung Platz zwei und wird nun als Logo verwendet werden.
Der Logo-Wettbewerb zur Kinderkulturnacht wurde im Februar ausgeschrieben. Mehr als 500 gemalte Waschbären sind daraufhin bei der Kinderbeauftragten eingereicht worden. Vergangene Woche tagte die Jury, die die schönsten Bilder auswählte. Zu ihr gehörten die Bürgermeisterin Ute Lieske, die Kunsterzieher Susanne Peise und Enrico Wolfram, Ingrid Röschke sowie die Museumspäda- gogin Angela Senf und die Kinderbeauftragte Annette Backhaus.
Das Bild von Ana-Lea und das von Lisa Fischer sowie acht weitere Waschbären- bilder, die in die engere Auswahl kamen, werden ebenfalls im Programmheft für die Kinderkulturnacht zu finden sein. Gemalt wurden sie von Nele Marie Bär, Peter Fleischer, Urooj Saied, Lea J. Senf, Amadeus Bresagk, Andrea Hartung, Justin Lorke und Katja Weigel.
Alle eingereichten Kunstwerke werden während der Kinderkulturnacht am 19. Juni wieder im Speiseraum der Georgenschule (3.Grundschule) auf der Esplanade zu besichtigen sein.
Zu dem Ereignis, das mittlerweile zum sechsten Mal in Eisenach stattfindet, gibt es von 18 bis 23 Uhr zahlreiche Angebote für junge Leute und Familien in der ganzen Stadt - zum Bestaunen, Mitmachen, Lernen und Spaß haben. Daran beteiligt sind die Museen, Kirchen, Vereine und viele weitere Einrichtungen.
Tag des Tanzens begeisterte in der Wandelhalle Eisenach
Nicht nur das Wetter hielt am Sonntag, dem 16. Mai 2010 durch. Auch die Akteure zum "Tag des Tanzens" liefen zu ungeahnter Höchstform auf. Mitglieder regionaler Tanz- vereine boten den rund 500 Zuschauern kurzweilige Un- terhaltung auf dem Gebiet der rhythmisch-körperlichen Bewegung. Neben den Lokalmatadoren wie der Eisen- acher Tanzverein und das Wartburg-Ensemble begeis- terten Gäste aus Gera die Zuschauer. Jette Schlenzig und Fabian Gottschall vom TK Brillant demonstrierten gekonnte Auszüge aus Standardtänzen von elegant bis rassig. Das die beiden nicht ohne Grund zum Talentförderkader 2010 gehören, fiel selbst den weniger Tanzbegabten unter den Besuchern in der Wandelhalle auf. Zu- sammenfassend ein gelungener Nachmittag der heiteren Muse, bei der am Ende der gut dreistündigen Veranstaltung selbst die Zuschauer tanzend in "Bewegung" gebracht wurden.
Wartburg College Wind Ensemble gastierte in Eisenach
Ein grandioses Konzert bot das "Wartburg College Wind Ensemble" aus Eisenachs Partnerstadt Waverly / Iowa in der Georgenkirche am Marktplatz. Im Rahmen ihrer Eu- ropa-Tour gastierte das Orchester am Wochenende um den 15. Mai in der Wartburgstadt. Der aus rund 60 Musi- kern bestehende amerikanische Klangkörper unter der Leitung von Dr. Craig A. Hancock offerierte dem Publi- kum in "Johann Sebastian Bach´s Taufkirche" unter anderem Werke von Rossini, Puccini und weiteren nahmhaften Komponisten.
Einer Pressemittelung der Stadt Eisenach aus der 2. Maiwoche war bereits die Information zu entnehmen, daß Besucher aus der Eisenacher Partnerstadt Waverly (Iowa/USA) sich zur Zeit in der Wartburgstadt die Klinke in die Hand geben. Am 11. Mai begrüßten Oberbürgermeister Matthias Doht und die Beigeordnete Heike Apel den Vorsitzenden des Partnerschaftsvereins, Keith Collins, der sich für einige Tage in Europa aufhielt. In Eisenach traf er auf Larry Trachte, den ehemaligen Pastor am Wartburg College in Waverly. Trachte ist zur Zeit mit fünf Studenten in Eisenach. Die jungen Leute arbeiten als Praktikanten auf der Wartburg, im Lutherhaus und beim Wartburg-Radio 96,5.
Keith Collins überbrachte dem OB herzliche Grüße von dessen Amtskollegen Bob Brunkhorst und übergab eine Stadtfahne von Waverly. Im Gegenzug schenkte der OB der Stadt Waverly eine Eisenach-Fahne. Sie soll in “Eisenach Village” gehisst werden, einem Viertel, das derzeit als Residenz für Senioren in Waverly gebaut wird. Collins und der OB freuten sich darüber, dass die Partnerschaft so lebendig ist. So werden in Kürze zwei Eisenacher Schüler für ein Jahr an das Wartburg Col- lege nach Waverly gehen. Gleichzeitig sprachen der OB und sein Gast auch über das 20jährige Bestehen der Partnerschaft im Jahre 2012. Es gibt bereits erste Ide- en, wie dieses Jubiläum gewürdigt werden könnte.
Erfolgreicher Blumenmarkt in Eisenach trotz trüben Wetter
Natürlich wäre ein wenig Sonne schöner, doch das naß- kalte Wetter tut dem 8. Eisenacher Blumen und Garten- markt keinen wirklichen Abbruch. Am Stand der Gärtnerei Eberhard Ellerich aus Heyerode sind die Blumenfreunde und Hobby-Gärtner genauso zahlreich vertreten wie auf dem restlichen Markt. Ob Tomatenpflanze, Stauden oder eben Blumen in allen Formen und Farben. Es gibt fast alles, was Balkon oder Garten schöner machen. Auch wenn das Wetter an diesem 15. Mai für die Jahreszeit spürbar zu kalt ist, ist das noch lange kein Grund, sich für den sicherlich kommenden Sommer mit aktueller Flora einzudecken. Und so schleppt mancher das junge Grün gleich Kistenweise vom Marktplatz, ganz zu Freude der 27 Händler. Wissenswertes rund um das Thema Garten und Co. konnten die Marktbesucher an 3 Infoständen erfahren. Zusammengefasst ein ge- lungener Blumenmarkt, nur das Wetter hätte halt etwas schöner sein können.
Ein englischer Daimler auf Oldtimerfahrt in Eisenach
Eisenach als Autostadt versteht sich fast von allein. Das hier und da "motorisierter" Besuch in die Wartburgstadt kommt, gehört ebenfalls zum guten Ton. Besteht der Be- such aus einer bunten Sammlung von Oldtimern längst vergangener Zeiten, lockt dies sogar die Eisenacher auf den Marktplatz in der Innenstadt, denn im Rahmen der "ADAC Opel Classic Hessen-Thüringen" war an Oldie- Automobilen fast alles vertreten, was historisch schön, aber vor allem alt ist.
Schick ist er schon, der englische Daimler DB 18 "Drop-Head Coupe by Barkers" aus dem Jahre 1950. Sichtbar stolz ist Udo Besser auf den eleganten 6-Zylinder, von denen es nur noch sehr wenige gibt. Geschwister in Deutschland sind aktuell nicht bekannt. Das von der Ausstattung im Originalzustand befindliche Fahrzeug ist oder besser war für damalige Zeit ein hochmodernes Fahrzeug. Durch eine hydrau- lische Kupplung und ein Vorwahlgetriebe lässt sich das Fahrzeug für ein Auto die- ser Zeit relativ leicht schalten. Prominenterweise benutzte Winston Churchill (1874 - 1965) ein solches Fahrzeug, allerdings mit Chauffeur. Der eigentlich Clou an dem Oldie-Daimler sind allerdings die eingebauten Wagenheber, für jedes Rad ein ei- gener. Es ist an Luxus also alles dran, was so ein Edelschlitten dieser Tage haben musste. Nur ein Navigationsgerät sucht man vergeblich. Die gab es damals bekan- terweise ja noch nicht und wer von A nach B wollte, musste bei weiteren Strecken vorher eine Straßenkarte studieren. Das bauchte Udo Besser zur Oldtimerfahrt am 14. Mai nicht, denn der Beifahrer für die Ausfahrt von Eisenach in den Thüringer Wald war ein Mitarbeiter vom TÜV Thüringen, der sich auf der Tour als Kartenleser und Richtungsansager nützlich machen konnte. Das macht das Fahrvergnügen perfekt und ein Teilnehmen am Verkehr der modernen Zeit natürlich sicherer.
Mehr Wissenwertes zur ADAC Oldtimerfahrt Hessen-Thüringen finden Sie im Inter- net unter ► www.oldtimerfahrt.de und in späteren Ausgaben in diesem Magazin.
Bundesstiftung Kinderhospiz übergibt 40 Märchen CD´s
Die Bundesstiftung Kinderhospiz übergab am Mittwoch, dem 12. Mai 2010, insgesamt 40 Märchen-CD´s an die Bürgermeisterin Ute Lieske und die Kinderbeauftragte Annette Backhaus. Möglich wurde dies durch die Spende von Frau Dr. med. Angelika Beyer, Kinderärztin in Ei- senach. Zur Verfügung steht die Audio-CD mit dem Namen "Die kleine Hexe Krötenbein in Eisenach" für die Eisenacher Kindergärten und Bibliothek. " Dafür danken wir und freuen uns über die damit gleichzeitig verbundene Spende. Jede Hilfe, und sei sie noch so klein, macht einen großen Sinn", so Sabine Kraft, Vorstand der Bundesstiftung Kinderhospiz. Ebenfalls beim Termin anwesend war die Autorin Heike Richter, die diese Märchen eigens für die Bundesstiftung Kinderhospiz geschrieben hat. "Ich will damit kranken Kindern und ihren Familien helfen, und ihnen eine Freude bereiten", so die Autorin. Dass jetzt die CD´s an die Eisenacher Kindergärten übergeben werden, freut sie um so mehr. Unterstützt wird diese CD-Idee von der Schauspielerin Ann-Kathrin Kramer, die zugleich Botschafterin der Bundesstiftung Kinderhospiz ist: "In einem Leben, das geprägt ist von Krankheit; Hoffen und dem Willen zusammenzuhalten, ist die Zauberwelt der Märchen eine Oase", so die Schauspielerin. Sei es Oliki, das Burggespenst, die kleine Hexe Krötenbein oder die Reise des Riesen Unur zum Meer; eines haben die Märchen gemeinsam: der Verkauf dieser CD´s hilft, weil jeder Cent der Bundesstiftung zugute kommt.
Weitere Infos: ► www.bundesverband-kinderhospiz.de
Der Kultursommer 2010 in den Thüringer Städten
Shakespeare, Händel, Mozart, Liszt, Folk, Song, Jazz und Tap-Dance - Wann auch immer Sie im Sommer 2010 in die Thüringer Städte kommen, die Künstler sind schon da. Dass der "Kultursommer 2010" in der dichtesten Theaterlandschaft Deutschlands viel Theater im Freien bietet, überrascht nicht.
Das bekannteste Ereignis des Thüringer Festival- sommers sind die Erfurter DomStufen-Festspiele. Die 70 Stufen zum Dom St. Marien und der St. Severikirche bilden vom 14. - 29. August die grandiose Kulisse für Georg Friedrich Händels Oratorium „Der Messias“ in der Inszenierung der international renommierten Regisseurin Rosamund Gilmore. Sie gab mit der Uraufführung der Oper „Der Richter und sein Henker“ in der Spielzeit 2008/09 ihr erfolgreiches Debüt am Theater Erfurt.
Mehr Infos:. ► Alle aktuellen Infos im Überblick
Trödelmarkt für guten Zweck am Eisenacher Ehrensteig
Am Eisenacher Ehrensteig wird weiter für das Tierheim gesammelt - Zu einem bunten Trödelmarkt fanden sich jüngst viele Interessenten auf dem Freigelände der Gaststätte „Am Teich“ am Eisenacher Ehrensteig ein. Was bemerkenswert war, Standgeld und der Erlös aus dem Verkauf von Kaffee und (ausgesprochen wohl- schmeckendem selbstgebackenen) Kuchen wanderte in eine Spendenbüchse für das "Eisenacher Tierheim". Nicht wenige Besucher steckten zusätzlich ein Geldstück oder ein Scheinchen hinein. Bärbel Schäfer, Initiatorin der Selbsthilfegruppe „Ein Herz für Tiere in Not“ und des Trödelmarktes will in ihrem kleinen Lokal während der nächsten Tage bis einschließlich Pfingsten noch weiter für das Eisenacher Tierheim sammeln. Ende Mai soll dann ein hoffentlich stattlicher Betrag übergeben werden. Bärbel Schäfer und ihre Mitstreiter suchen tierliebe Mitmenschen, die für kurze Zeit Tiere aufnehmen, wenn Frauchen oder Herrchen ins Krankenhaus müssen oder zur Kur fahren. Wer die Aktion „Ein Herz für Tiere in Not“ unterstützen möchte, wendet sich bitte an Bärbel Schäfer, Tel. 03691/803648 oder 015123985681. (Beitrag: Thomas Levknecht)
Das Traditionslokal auf der Sängerwiese ist wieder geöffnet
Der traditionsreiche Gaststättenbetrieb, den es seit 1927 auf der "Sängerwiese" Eisenach gibt, hat seit Anfang Mai seine Pforten wieder geöffnet. Der aktuell zu den "Göbels Hotels" gehörende Waldgasthof wurde in den vergang- enen Wochen aufwendig in seinem Inneren umgebaut, sodass für die Besucher aktuell 50 Sitzplätze zur Verfü- gung stehen, die noch auf 80 erweitert werden sollen. Äußerlich sieht die alte Sängerwiese, die jetzt "Sängerwiesen-Hütte" heißt, wie im- mer aus. Das bekannte Erscheinungsbild, wie man es bereits auf alten Postkarten der vergangenen Jahrzehnte findet, soll so wie man es kennt erhalten bleiben. Allein der geschickt gemachte Umbau, der die Kapazität der ehemals kleinen Räume zusammenfasst, ist die einzig offensichtliche Neuerung, welche dem Gast auffällt. Die Raumgestaltung ist volkstümlich-rustikal und passt sich gut in das Gesamtkunstwerk "Sängerwiese" ein. Die bessere Bewegungsfreiheit fällt spätes- tens bei der Anwesenheit vieler Besucher positiv auf. Saubere moderne Toiletten verstehen sich als selbstverständlich. Das gastronomische Angebot möchte den Wünschen der verschiedenen Besuchergruppen gerecht werden. Die Getränke ori- entieren sich neben der Grundausstattung wie Bier, Limo und Kaffee am aktuellen Geschmack mit ein paar Spaß machenden Extras. Die Küche bietet vorwiegend Deftiges zwischen Schnitzel und Sülze mit Bratkartoffeln. Thüringer Bratwurst frisch vom Rost sollte bei einem Ausflugslokal dieser Art und in dieser Region als selbstverständlich gelten. Ein bereits in den 1970er Jahren auf der Speisekarte anzutreffende Klassiker mit dem Namen "Strammer Max" (Mischbrot, Schinken und Spiegelei) ist auf der aktuellen Menüauswahl ebenfalls wieder zu finden. Hierbei soll richtigerweise erwähnt sein, daß der "Stramme Max" seinen Ursprung in der sächsischen Küche hat und auf dem Weg als Hausmannskost irgendwann auch seinen Weg in die damaligen Thüringer Kneipen gefunden hat. Eine paar bunte Tupfen in Form von "Original Bayrischen Leberkäse" und einem "Hüttenburger XXL" runden das Bild der angebotenen Gaumenfreuden ab. Was die Gäste wünschen und was nicht soll in der ersten Saison über den Sommer 2010 erprobt werden. So könnte das eine oder andere kulinarische Extra den Speiseplan auf der "Sänger- wiesen-Hütte" ergänzen.
Geöffnet ist die Gaststätte von Mittwoch bis Samstag jeweils ab 11 Uhr. Wer sich mit Hilfe einer Wanderkarte vorbildet, kann den Besuch auf der Sängerwiese bes- tens in eine kleine oder auch größere Wanderung in den Thüringer Wald bei Eisen- ach einbauen. Wanderempfehlungen und besondere Tipps für Ausflüge passend zum Thema "Sängerwiese" finden Sie regelmäßig in den kommenden Ausgaben hier in diesem Magazin. ► Die Sängerwiesen-Hütte im Internet.
Klick hier: ► Bilder von der Eröffung der "Sängerwiesen-Hütte" Anfang Mai 2010
Blumengruß nicht vergessen - am 9. Mai ist Muttertag
Der Muttertag ist ein Feiertag zu Ehren der Mutter und der Mutterschaft. Das zumindest ist die fachlich richtige und historisch nachvollziehbare Erklärung rund um den Tag der Mütter. Der Ursprung wird auf die amerikanische Me- thodistin Anna Marie Jarvis zurückgeführt, die im Geden- ken an den Todestag ihrer Mutter am Sonntag, dem 12. Mai 1907, ein "Memorial Mothers Day Meeting" durchführ- te. In den folgenden Jahren wurde dieser zweite Sonntag im Mai dann allen Müt- tern gewidmet. Das Schenken von Blumen an Mütter, verbunden mit einem lieben Gruß, hat hier ebenfalls seinen Ursprung. In Deutschland hat sich der Muttertag seit 1922 unter Einwirken des "Verbandes Deutscher Blumengeschäftsinhaber" etabliert. Zwar ist der Muttertag nicht gesetztlich verankert, aber für die Floristen ist er zumindest beim Blumenverkauf bist heute ein sehr willkommener Feiertag. Also, Blumen nicht vergessen, denn am Sonntag, dem 9. Mai 2010 ist wieder Muttertag.
Schlechte Zeiten für unbelehrbare Falschparker in Eisenach
Was 10 Mal gut geht wird beim 11 Mal teuer. Zumindest der Fahrer des silbergrauen Kombi wird in Zukunft mög- licherweise doch die Dienste der nahegelegenen Park- häuser in Anspruch nehmen. Die Möglichkeiten, sein Fahrzeug im Stadtzentrum so abzustellen, daß der ohne- hin schon besonders in der Hauptverkehszeit chaotische Verkehr nicht noch mehr behindert wird, gibt es gerade für notorische Falschparker in Eisenach kein Pardon mehr. Eine extra für das Wochenende geltende Gebührenreduzierung um den 8. Mai soll das Einhalten der vorgeschrieben Parkordnung noch attraktiver machen. Besucher der Veranstaltung "Eisenach macht mobil" haben in den Parkhäusern die Möglichkeit, ihre Fahrzeuge noch günstiger als regulär abzustellen. Tagsüber sind am Wochenende im "Park- haus am Markt” und auch im “City-Parkhaus” 30 Cent je angefangene halbe Stunde zu zahlen. Die Regelung gilt von 5 Uhr bis 22 Uhr. Der maximale Höchstbetrag am Wochenende reduziert sich auf 5 Euro pro Tag. Gleichzeitig unterstützt die Stadt mit dieser Gebührenreduzierung auch die Händler der Innenstadt, die eine Gebühren- reduzierung zu ihrem Wochenendfest “Eisenach macht mobil” gewünscht hatten.
Roehl Tabakwaren bereits seit 1882 in Eisenachs Karlstraße
Nur die alten Regale mit Rauchwaren fast aller Sorten lassen das Alter eines der ältesten noch aktiven Läden in der Eisenacher Innenstadt erahnen. Bereits 1882 von Herbert Roehl gegründet, ist 2010 nun schon die vierte Generation mit dem Tabakwaren-Verkauf in der Karlstra- ße anzutreffen. Nach Herbert und später Werner Roehl, der bis ein Jahr vor seinem Tod im Jahre 1993 im Ge- schäft arbeitete, hat nun Gunter Roehl das Zepter in der Hand. Das nach über 130 Jahren das Licht im Laden ausgehen könnte, ist relativ unwahrscheinlich, denn die vierte Generation in Form von Ralf Roehl wird den Traditionsbetrieb in bewährter Weise fortführen. Doch nicht nur der Verkauf guter Zigarren und Co. hat in der Wartburgstadt eine lange Tradition. Mehr als 27 meist kleinere Manufakturen stell- ten die in jener Zeit besonders beliebten Rauchwaren her. Zwei größere Zigarren-Produzenten hatten ihren Sitz direkt in Eisenach. Während die Firma "Bruns" am westlichen Ende der Rennbahn eine Fabrik betrieb stellte "Eduard Krüger" neben dicken und dünnen Zigarren auch die damals populären Lochzigarren her. Die Manufaktur befand sich am Ende der Heinrichstraße unweit vom Bahnhof. Zigarren selbst werden in Eisenach schon lange nicht mehr hergestellt. Nur das kleine Ge- schäft mit dem schönen Namen "Habana-Haus" in der Karlstraße 29, daß gibt es immer noch.
Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) in Eisenach
Erstmalig war der Herr Goethe, seines Zeichens Student und noch ohne "von", im Oktober 1765 in Eisenach, aller- dings nur auf der Durchreise von Frankfurt nach Leipzig. Die Eisenacher Zeit beginnt erst im Herbst 1777 mit ei- nem gut 6 Wochen dauernden Aufenthalt. Bis 1815 wird Herr Goethe insgesamt 18 mal in Eisenach und auf der Wartburg sein. Hierbei wird beim Betrachten der Unter- nehmungen Goethes die unglaubliche Vielfalt der Interessen des Dichterfürsten deutlich. Nicht allein die Poesie war dem Herrn Geheimrat wichtig, gilt sie auch als ein Mittelpunkt in Goethes Schaffen. Wissenschaftliche Studien prägten ebenso sein Leben wie das pflichtbewußte Erfüllen gehobener Ämter.
Das Johann Wolfgang von Goethe ein Verehrer der Damen war, ist kein großes Ge- heimnis. Natürlich galten Interesse und Zuneigung nach Möglichkeit auch Damen, die dem gehobenen Intellekt des Geheimrats gerecht wurden. In Eisenach wurde Goethe 3 nahmhaften Persönlichkeiten in Form von Julie von Bechtolsheim, Luise von Göchhausen und der den meisten bekannten Charlotte von Stein fündig.
Das Palais Bechtolsheim (Foto), in dem Goethe während seiner Aufenthalte in Ei- senach häufig zu Gast war, befindet sich am Jakobsplan gegenüber vom Parkhaus am Markt. Heute wird das altehrwürdige Gebäude im Stadtzentrum von der Verwal- tung der Städtischen Wohnungsgesellschaft SWG genutzt. Eine Steintafel am Ein- gang weißt auf den berühmten ehemaligen Gast des Hauses hin.
Studenten aus Waverly/Iowa als Praktikanten in Eisenach
Bereits zum neunten Mal besuchen Studierende des Wartburg-College aus dem US-amerikanischen Waverly (Iowa) Eisenach, um hier für rund vier Wochen zu leben und zu arbeiten. Begrüßt wurdensie von Oberbürger- meister Matthias Doht im Rathaus. Waverly ist eine der Eisenacher Partnerstädte. Brianna Danielle Nielsen, Steven Huff, Bethany Creed, Justin Conner und Isaac Lahue sind bis zum 21. Mai zu Gast in Eisenach. Begleitet werden sie von Pastor Larry Trachte. Der Pfarrer des Colleges, der mittlerweile im Ruhestand ist, war bereits mehrfach in Eisenach. Die fünf Praktikanten werden auf der Wartburg (drei), beim Wartburg-Radio und im Lutherhaus (jeweils einer) arbeiten. Sie beschäftigen sich mit Marketing und Kommunikation. Außerdem können sie dabei ihre Deutsch- kenntnisse verbessern. Während ihres Aufenthalts in Eisenach erhalten sie dazu Unterricht von Pastor Trachte, der fließend Deutsch spricht. Während der Prakti- kumszeit sind auch Freizeitaktivitäten vorgesehen. Unter anderem gibt es eine Grillparty, zu der der Verein Eisenacher Städtepartnerschaften einlädt. Ausflüge nach Berlin und München stehen auf dem Programm, angeboten werden bei- spielsweise auch Besuche des Hainich-Baumkronenpfads, der Drachenschlucht und der Eisenacher Museen. OB Matthias Doht hieß die Studierenden aus Waverly herzlich willkommen in Eisenach und wünschte einen angenehmen Aufenthalt. Er überreichte ihnen Informationsmappen mit vielen Angeboten. “Diese Zusammen- arbeit zwischen dem College und der Stadt Eisenach ist inzwischen eine sehr gute Tradition geworden”, sagte der OB bei der Begrüßung der Gäste im Rathaus. Organisiert wird der Besuch aus der Partnerstadt Eisenachs vom Wartburg-College und der Eisenacher Stadtverwaltung. Der Verein “Eisenacher Städtepartnerschaf- ten” kümmert sich ebenso um die Betreuung der Gäste.
Blasmusik der Kielforsteulen lockte Besucher in Scharen an
Was für ein Trubel um das Gasthaus „Tor zum Renn- steig“ in Eisenach-Hörschel! Beste Blasmusik mit den „Kielforsteulen“ – gratis - lockte Wanderer zu Fuß oder mit dem Fahrrad sowie eine Vielzahl von motorisierten Besuchern an. Es wurde gar eng mit Parkplätzen. Bunt gefächert die musikalische Palette, von Polka bis zum Volkslied. An den voll besetzten Tischen wurde kräftig geschunkelt und mitgesungen. Das Gaststätten-Team vom „Tor zum Rennsteig“ hielt vielerlei Gaumenfreuden bereit, von Kaffee und Kuchen bis zu Gebratenem vom Rost und durstlöschenden erfrischenden Getränken.
Spendenwanderung machte auch Station in Eisenach
Im Rahmen einer 100 Tage langen Spendenwanderung durch 7 Bundesländer machte ein Team von "Fit am Ball Africa" am 1. Mai 2010 Station in Eisenach. Seit dem 25. Februar sind die jungen Leute auf einer rund 1.500 Kilo- meter langen Route unterwegs, die auf eine Deutsch- landkarte projeziert die Umrisse Afrikas ergibt. Bis zum Start der Fussball-WM in Südafrika sollen so Gelder für Hilfen in afrikanischen Staaten gesammelt werden, welche Projekten in Ruanda, Mali oder Burkina Faso zugute kommen. Mittel für Bildung wie Schulbänke, Bücher oder Bleistifte stehen hierbei im Vordergrund. Weiter Infos zu diesem Thema im Internet: ► www.spendenwanderung.de
und ► www.fitamball-africa.dee
Kämpferische Reden zur Maikundgebung 2010 in Eisenach
Natürlich ist den meisten Anwesenden auf dem Theater- platz in Eisenach die aktuelle politische Situation in der Bundesrepublik bekannt, sodaß die Redner in ihren laut- starken Forderungen nach etwas mehr Gerechtigkeit im System zwar den Nerv der Zuhörer treffen, allerdings nur wenig Hoffung auf wirkliche Veränderung zum Wohl der Allgemeinheit machen können. Hausgemachte Banken- und Wirtschaftskrisen sind allerdings bei Bratwurst und Bier nur ein Thema rund um den Maifeiertag als Kampftag der Arbeiterbewegung, dessen Ursprung 1886 in der nordamerikanischen Arbeiterbewegung zu finden ist und am 1. Mai 1890 erstmalig als „Protest- und Gedenktag“ begangen wurde. In Deutschland ist der 1. Mai seit dem Jahr 1933 ein gesetzlicher Feiertag. In der ehemaligen DDR wurde der „Internationale Kampf- und Feiertag der Werktätigen für Frieden und Sozialis- mus“ besonders intensiv begangen und war für Betriebe und Schulen ein friedliche Plichtveranstaltung. Neben dem "Bekenntniss zu Freiheit und Frieden, sozialer Gerechtigkeit, Völkerversöhnung und Menschenwürde" ist der 1. Mai in der Bundes- republik seit den 1980er Jahren auch ein Tag der regelmäßigen Ausschreitungen. Diese Tradition wurde neben anderen Errungenschaften des Kapitalismus wie Kinderarmut und ähnliche Folgen sozialer Ungerechtigkeit nach der Wiederverei- nigung 199der beiden deutschen Staaten 1989 mit übernommen. Heute ist der 1. Mai hauptsächlich eine Plattform der Gewerkschaft, um auf politische und soziale Misstände aufmerksam zu machen. Da positive Veränderungen zum Wohle der Arbeiterklasse allerdings auch in der heutigen Zeit kaum zu erwarten sind, bleibt uns zumindest ein Feiertag mit Bratwurst, Bier und Musik auf dem Theaterplatz in Eisenach. Die Reden 2010 kamen von Uwe Lauterbach (IG Metall Eisenach) und Gastredner Matthias Machnig (Minister für Wirtschaft und Arbeit in Thüringen, ver.di-Mitglied).
Mehr Infos: ► www.thueringen.dgb.de
Die Liebesblume liebt die Wärme im Mai...
... und natürlich im restlichen Jahr. Immerhin kommt die blau-blühende Pflanze aus dem sonnigen Südafrika und mag es schon aus diesem Grund gerne warm. Bei uns ist das Gewächs, welches auf den schönen lateinischen Namen Agapanthos praecox hört, hier und da als Kübel- pflanze diverser Parks und Gärten anzutreffen. Ähnlich wie die Kamelie muß die Afrikanische Liebesblume im europäischen Winter einen warmen hellen Ort haben, an dem sie die kalte Jahres- zeit in der Regel gut übersteht. Ein Fensterplatz im Haus nicht direkt an einer Heizung reicht der relativ pflegeleichten Pflanze voll und ganz. Allerdings sollte die Wachstumsfreudigkeit der Liebesblume nicht unterschätzt werden. Bereits nach wenigen Jahren verlangt Agapanthos praecox nach einem ordentlichen Behältnis. Der Begriff Agapanthos teilt sich in agape (Liebe) und anthos (Blume), woraus sich der Name Liebesblume ergibt. Der Artname praecox übersetzt sich als frühzeitig und macht der Liebesblume alle Ehre. Exemplare wie das auf unserem Bild blühen bereits Anfang Mai auf einem Balkon mitten im Stadtzentrum von Eisenach. In diesem Fall ist die Mutterpflanze sogar eine kleine Berühmtheit, denn das samen- spendene Original befindet sich an einem See mitten im Golden Gate Park in San Francisco. Aber auch bei uns erfreut sich die violett-blau blühende Liebesblume, auch als Schmucklilie und Afrikanische Lilie bekannt, großer Beliebtheit.
Gelungenes Frühlingsfest im Eisenacher Lutherhaus
Nicht nur das Wetter draußen war dem Frühlingsfest im Lutherhaus Eisenach am 30. April wohlgesonnen. Auch drinnen war die kulturelle Wetterlage zwischen unterhalt- sam bis heiter-besinnlich einzuordnen. Während es vor dem Lutherhaus kulinarische Genüsse ab, erfreute im inneren die Kunst das Publikum. Einer Buchlesung im Kinderprogramm mit dem Titel "Martin sucht die Freiheit" folgte am Abend ein prominent besetztes Theaterstück. "Der Narr von Weimar" aus der Feder von Hans Lucke ließ die Zuschauer an einer himmlischen Begegnung von Geheimrat Johann Wolfgang von Goethe und dem Legationsrat Johann Daniel Falk teilhaben. Der Autor selbst sprach den Geheimrat und als Johann Daniel Falk war Paul Andreas Freyer zu hören. Der Sprecher und Nachrichtenredakteur des mdr-Thüringenjournals ist Vorsitzender des Johannes Falk e.V. in Weimar. Der rund 45 minütige Einakter, im Lutheraus in einer Form der Lesung präsentiert, unterhält als kurzweilige Geschichte, konzipiert aus Zitaten von Goethe und Falk, und gibt dabei einen Einblick in deren Eigenheiten der beiden. Geschickt hat Autor Hans Lucke (u.a. Drehbücher zu TV-Serie "Polizeiruf") die Realität in Form von Zitaten im Rahmen eines fiktiven "himmlischen" Goethe-Falk-Gesprächs zu einer durchaus glaubhaften Geschichte verknüpft. Wer wollte, konnte im Anschluß mit den beiden Protagonisten bei einem Glas Wein oder ähnlichem ins Gespräch kommen.
Weitere Infos zum Lutherhaus : ► www.lutherhaus-eisenach.de