Historisches Eisenach - Die Forstakademie am Frauenberg
Das Eisenach eine Universitäts-Stadt ist, wäre wohl ein wenig zu weit ausgeholt, aber immerhin beherbergte die Stadt eine durchaus renommierte "Akademie", die sich der Bildung der land- und forstwirtschaftlichen Wissen- schaften verschrieben hatte. Die am 16.7.1830 eröffnete Lehranstalt, deren Gebäude sich am Frauenberg unweit des Karlsplatzes befindet, ging aus dem Wirken eines Oberforstrat Gottlob König hervor, der im nahen Ruhla ein Privatforstinstitut betrieb und 1840 für sein Wirken die Ehrendoktorwürde der Universität Jena erlangte.
Aus der Eisenacher Landesforstschule wurde 1905 eine Forstakademie, an der bis im Jahr 1915 Studenten und deren Verbindungen wie die Hubertia oder Silvania zu Anwärtern für den mittleren Forstdienst ausgebildet wurden. Der Lehranstalt selbst standen neben der theoretischen Ausbildung im Gebäude am Frauenberg No. 17 diverse Lehrforste um Eisenach, Ruhla und Wilhelmsthal zur Verfügung. Eine Art "Botanischen Garten" in Form einer Baumschule gab es im Haintal gleich neben dem "Roeseschen Hölzchen", dass sich im Süd-Westen von Eisenach befindet. Dort wurden bereits 1787 unter anderem ausländische Gehölze in größerer Zahl angepflanzt. Das Gelände selbst unterhalb der "Metilsteins" wurde vor 1800 als Waldpark angelegt. Neben der Nutzung zur allgemeinen Erholung entwickelte sich der Forst zu einem vielbesuchten Lehrbeispiel für den Waldanbau der damaligen Zeit. Das Ende 1787 vom Eisenacher Kaufmann Christian Friedrich Roese durch eine Erbschaft erhaltene Gelände oberhalb des "Alten Friedhofs" entwickelte sich vom "Roeseschen Berggarten" durch stetigen Ausbau zu Beginn des 19. Jahrhun- dert zu solcher Größe und Bedeutung, daß selbst Johann Wolfgang von Goethe am 22. August 1801 die Bemühungen des Kaufmannes Roese wohlwollend in seinem Tagebuch erwähnte.
Die Forstlehranstalt in Eisenach nutzte die von Christian Friedrich Roese († 1806) geschaffene Anlage im südlichen Teil, wo eine Art botanische Versuchsstation ent- stand und neben dem Anbau von Gehölzen auch Saat- und Pflanzmethoden erprobt wurden. Das Gelände selbst wurde zwischen 1830 und 1840 liebevoll gestaltet und Besuchern ansprechend zugänglich gemacht. Hinweistafeln gaben Aufschluss zur Örtlichkeit und am "Tempelchen" lud ein Teehäuschen den Wanderer zur Rast ein. Wer um 1840 seinen Weg zur Wartburg nahm, nutzte gern die Wege unterhalb des Metilsteins, die heute noch vorhanden sind, aber den ehemaligen Forstgarten nur noch mit sehr viel Phantasie und ein wenig Ortskenntnis erahnen lassen.
Die "Eisenacher Forstakademie" am Frauenberg 17 ist heute kein öffentliches Ge- bäude mehr. In der näheren Vergangenheit waren dort unter anderen das örtliche Landwirtschaftsamt oder das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt unter- gebracht.
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Eisenacher Gästeführer im Gespräch mit dem OB
Der Verein Eisenacher Gästeführer traf sich erneut zur traditionellen Gesprächsrunde mit Oberbürgermeister Matthias Doht im Rathaus. In der Runde ging es unter anderem um Baumaßnahmen. So lobten der OB und die Gästeführerinnen die gelungene Neugestaltung des Jo- hannisplatzes, durch die nicht nur ein weiterer schöner Ort im Zentrum entstanden ist, sondern dank der es nun neben dem Markt und dem Schiffplatz eine dritte öffentliche Toilette in der Stadt gibt.
Die beiden wichtigsten bevorstehenden Bauvorhaben sind aus Sicht der Stadt die Sanierung und Erweiterung des Eisenacher Lutherhauses - besonders im Hinblick auf die Lutherdekade - sowie die Sanierung der Berufsschule im Palmental. Wei- tere größere Vorhaben sind aufgrund der finanziellen Lage der Stadt nicht möglich.
Dennoch soll der Theaterplatz mit einfachen Mitteln umgestaltet werden, wie Tief- bauamtsleiter Bolko Schumann erläuterte. Gemeinsam mit dem Kulturbeirat und dem Kunstverein wird hier eine Platzgestaltung angestrebt, die den Anblick des Platzes verbessert, mehr Grün ermöglicht und mit vorhandenen Mitteln machbar ist.
Ein weiteres Thema, das Stadt, Tourismus GmbH und die Gästeführer beschäftigt, sind Bus-Parkplätze. Einigkeit herrschte darüber, dass die Busse ihre Fahrgäste zwar im Zentrum aus- und einladen, die Busse aber auf den Parkplätzen am Frauenplan und in der Uferstraße abgestellt werden sollen. Vor allem am Luther- haus stehen häufiger Busse, die nicht nur den Anblick des historischen Gebäudes stören, sondern auch den nötigen Platz für die Stadtführungen blockieren.
Monika Dombrowsky, Geschäftsführerin der Tourismus GmbH erläuterte, dass trotz leicht sinkender Gästezahlen 2010 mehr Stadtführungen gebucht wurden. Rund 2300 solcher Führungen gab es im vergangenen Jahr - von der Kostümführung mit historischen Persönlichkeiten bis hin zur Kinder- und Jugendführung und zur Stadtrundfahrt. Die Gesprächsrunde wird jährlich fortgesetzt.
1. und 2. Preise für Schüler der Eisenacher Musikschule
Mit einem beachtenswerten Gesamtergebnis kehrten die Schüler und Schülerinnen der Musikschule “ J. S. Bach” Eisenach vom Regionalwettbewerb “Jugend musiziert” - Süd- Thüringen nach Hause. Der Wettbewerb fand am 19. Februar in Bad Salzungen statt. Insgesamt nahmen 17 Schülerinnen und Schüler der Eisenacher Musik- schule in verschiedenen Solo- und Ensemblewertungen an dem Regionalwettbewerb teil. Erreicht wurden erste und zweite Preise. Eine Weiterleitung zum Landes-Wettbewerb vom 25. bis zum 27. März 2011 in Son- dershausen erspielte sich das Akkordeon-Duo Doreen Bau und Stanley Schiller.
Das Wildschwein wird Logo der Kinderkulturnacht 2011
Es ist bereits die 7. Ausgabe, wenn am 2. Juli 2011 die Eisenacher Kinderkulturnacht zahlreiche Kids in die In- nenstadt lockt. Die Mischung aus jeder Menge Bildung und Unterhaltung hat sich als Konzept der Veranstaltung zu einem gut besuchten Event gemausert, welches die Stadt mit Hilfe zahlreicher Unterstützer alljährlich auf die Beine stellt. Zu den Vorbereitungen der "KiKuNa" gehört auch das finden eines neuen Logos, welches die Veranstaltung auf Plakaten und Prospekten repräsentiert. 2011 soll nun das "Wildschwein" fröhlich von den Pros- pekten grunzen.
Wer malt das schönste Wildschwein?
Die städtische Kinderbürgermeisterin Annette Backhaus ruft deshalb alle Kinder auf, ein schönes Bild von einem Wildschwein zu malen. Das schwere und robuste Tier ruht sich am Tag aus und macht sich mit Einsetzen der Dämmerung neugierig und hungrig auf den Weg. Deshalb soll das Wildschwein dieses Jahr für die Kin- derkulturnacht werben. Das Siegerbild wird als Logo zur Kinderkulturnacht überall zu finden sein - zum Beispiel im Programmheft und als Wegweiser zu den in dieser Nacht geöffneten Einrichtungen.
Kleine Künstler im Kindergarten- und Grundschulalter sind aufgerufen ihr ganz persönliches Wildschwein-Bild zu malen und die Zeichnungen dafür einzureichen. Sie werden dann von einer Jury bewertet. Für die schönsten Kunstwerke winken wieder tolle Preise. Alle eingereichten Kunstwerke werden während der Kinderkul- turnacht in einer Ausstellung zu besichtigen sein.
Wer Lust zum Mitmachen bekommen hat und gerne malt, schickt sein Wildsch- wein-Bild bis zum 6.Mai 2011 an die Stadtverwaltung, Kinderbeauftragte Annette Backhaus, Markt 22 in Eisenach.
Das Bild sollte mit kräftigen Farben und klaren Umrissen gemalt werden, damit es auch für die Weiterverwendung als Logo geeignet ist. Auf der Vorderseite des Bildes sollen unbedingt Name und Alter angegeben werden.
Das Wildschwein als Symbol für die "7. KiKuNa" ist Nachfolger des Waschbären, des Igels, der Eule, der Heiligen Elisabeth, der Fledermaus und des Glühwürm- chens, die in den Jahren davor für die Veranstaltung warben.
Die Kinderkulturnacht ist eine mittlerweile fest etablierte Veranstaltung. Von 18 bis 23 Uhr öffnen an diesem Tag Museen und viele andere Einrichtungen und bieten Programm speziell für Kinder. In der ganzen Stadt gibt es Staunenswertes, Pro- gramm zum Mitmachen und am Ende ein prächtiges Abschlussfeuerwerk..
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Musikalischer Frauentag mit Helmut Kleinen in Eisenach
Eine ganz besondere Reise "Von der Wartburg bis zur Saale" lädt am 8. März 2011 die Freunde der volkstüm- lichen Unterhaltung in den Empiresaal in der Karlstraße ein. Neben bekannten und beliebten Volksliedern stellen Heimatlieder die schönsten Gegenden Thüringens vor. Als "Reiseleiter" kennt Opernsänger Helmut Kleinen die Schönheiten aus dem grünen Herzen Deutschlands gut. Gemeinsam mit Lutz Siebert am Klavier verwandelt der beliebte Künstler nun den Empiresaal über der Buchhandlung "Die Eule" in einen "Bus der guten Laune" zu einer musikalischen Rundfahrt zu den Orten, die der eine oder andere bestimmt aus diversen Liedern kennt.
(Weitere Infos folgen...)
Weitere Informationen: ► www.agentur-wendisch.de
Der Sommergewinn 2011 in der Wartburgstadt Eisenach
Der "Sommergewinn" in Eisenach gilt als größtes Früh- lingsfest Deutschlands und lockt Jahr für Jahr tausende Besucher in die Wartburgstadt. Auch 2011 wird mit Hilfe von "Frau Sunna" der kalte "Winter" aus der Stadt vertrie- ben, damit der "Lenz" (Frühling) mit seinem Gefolge ins Land kommen kann. Am 2. April wird erneut der tradition- elle Festzug durch die West- und Innenstadt ziehen als Höhepunkt der Festlichkeit, die ihren Ursprung im alten Brauch des Winteraustreiben und Sommereinholen hat. Was vor Jahrhunderten von Germanen in vorchristlicher Zeit zelebriert wurde, wandelte sich im Verlauf der Zeit zu einem farbenfrohen Volksfest.
Auftakt werden wie in jedem Jahr die Sommergewinnsvorabende (Kommersch) mit jeder Menge Musik, Tanz und Humor sein. Das gut dreistündiges Programm bietet neben dem "dialektgeprägten Spaß der Weststädter" Unterhaltung mit Kulturschaf- fenden der Stadt wie Tanzverein Eisenach, das Wartburgensemble, der Chor der Jakobschule, die Stiegker Frauen, die Wänst vom Stiegk, die Germanen, sowie die Sommergewinns-Originale Tante Frieda und Minchen, Schorsch und Hermine.
Karten für die Veranstaltungen am 25. und 26. März gibt es in der zum Preis von 17 und 15 Euro in der Tourist-Information am Markt.
Auch wenn der Festzug am 2. April kostenlos anzusehen ist, sollte der Besucher in der Innenstadt schon ein wenig Kleingeld einstecken, denn auch 2011 werden die Fahrgeschäfte und Imbiss-Buden in großer Zahl den Rummelplatz-Fan in die eine oder andere Versuchung führen. Der Festzug selbst wird aus etwa 1.200 Mitwirken- den, 114 Pferden und 42 Festwagen, Kutschen und Kremserwagen bestehen.
Wer "Rummel in Reinkultur" erleben möchte, geht am besten gleich nach dem Um- zug auf den Festplatz "Spicke" in der Eisenacher Weststadt. Dort wartet neben an- deren Schaustellern wie Autoscooter oder Achterbahn als spezielles Highlight ein 18 Meter hoher “Freier Fall".
Auch das "Feuerrad-Rollen der Germanen" oberhalb des Wolfgang aus Richtung Metilstein steht in diesem Jahr am Abend des 3. April wieder mit auf dem Festpro- gramm.
Neu zum Sommergewinn 2011 ist der “Sommergewinns-Slam”, welcher an den beliebten “Poetry Slam” in der Eisenacher Wandelhalle anknüpft. Am 1. April gibt es ab 20 Uhr im Festzelt auf dem Festplatz Spicke diesen modernen Dichterwettstreit aus einer Mischung von Lesung, Wettkampf und Theater.
Weitere Informationen zum "Sommergewinn in Eisenach" finden Sie in den kom- menden Ausgaben hier in diesem Magazin.
Interessante Informationen zum Sommergewinn: ► Klick hier
Der Sommergewinn in Eisenach: ► www.sommergewinn.com
Maskenball mit Lenzgefühlen in Eisenach
Am Freitag, 25. März um 20 Uhr wird es im Bankettsaal des ehemaligen Grandhotels Rautenkranz eine Neuauf- lage geben. Das Landestheater Eisenach und der Kunst- verein laden in diesem Jahr gemeinsam dazu ein.
Für einen Abend verwandeln die Veranstalter den spiegel- und lüstergeschmückten Veranstaltungsraum im Rautenkranz in einen festlichen Ballsaal, zu dem nur maskierte Gäste in Abendgarderobe oder Kostüm Zutritt haben. Das Landestheater sorgt mit Kulissen, Möbeln und Dekorationen für ein besonderes Ambiente. Ganz nach dem Motto „Da blüht es im Verborgenen...“ sind die Besucher eingeladen, in frühlingshaftem Interieur, hinter Masken und Roben versteckt, erste Lenzgefühle zu entdecken. Bis Mitternacht - so wünschen es sich Thekla Bernecker und Sandra Blume, die den Ball erneut federführend organisieren - soll das Maskengeheimnis gewahrt bleiben. „Ganz nach venezianischen Vorbild bleibt das wahre Wesen der Ballgäste bis Mitternacht verborgen“, erklärt die Vorsitzende des Kunstvereins Thekla Bernecker.
Damit die vier Stunden bis zur Demaskierung und der kurz vor Mitternacht ansteh- enden Wahl der „Schönsten Maske“ nicht zu lang werden, werden neben kulina- rischen Kleinigkeiten (diese sind im Kartenpreis enthalten) auch Theater- und Showeinlagen sowie Musik, gespielt von Mitgliedern der Landeskapelle Eisenach, geboten. Die Gäste sind darüber hinaus eingeladen, mit Lust und Laune das Tanzbein zu einem ebenso anspruchsvollen wie skurrilen Musikreigen zu schwin- gen, sich hinter der Maske in ungewohnte Gespräche verwickeln zu lassen und besondere Begegnungen in einem verzauberten Ambiente zu erleben. Die Klein- kunstkneipe „Schorsch`l“ und das „Café Passage“ sorgen in diesem Jahr erneut für das leibliche Wohl der Ballbesucher. (Foto: Norman Meissner / TLZ)
Karten sind zum Preis von 18 Euro (inkl. Imbiss) in der Buchhandlung „Leselust“ am Eisenacher Marktplatz sowie in der Touristinformation Eisenach erhältlich. Da nur 120 Karten zum Verkauf stehen und die Veranstalter erneut eine große Nachfra- ge erwarten, empfiehlt es sich, frühzeitig Karten zu erwerben.
Weitere Informationen: ► www.kunstverein-eisenach.de
Puppenspiel - "Der Zauberer von Oz" im Theater Eisenach
Am Sonntag, dem 20. Februar um 15 Uhr gastiert das Meininger Puppentheater mit der berühmten Geschichte DER ZAUBERER VON OZ im Landestheater Eisenach. Begleiten Sie den Puppenspieler Falk P. Ulke in das Land hinter dem Regenbogen! Dort sucht die kleine Doro mit ihrem Hund Toto den Weg zurück nach Hause, zu ihrem Onkel Henri und ihrer Tante Em in Kansas. Doch bevor sie das geheimnisvolle Zauberland verlassen kann, muss Doro zuerst in die Smaragdstadt gelangen, wo der mächtige Zauberer von Oz lebt. Gemeinsam mit der „dummen“ Vogelscheuche, dem „herzlosen“ Blechholzfäller und einem „ängstlichen“ Löwen beginnt eine Reise voller zauberhafter Abenteuer...
Eine Geschichte um Herz, Mut, Verstand und wahre Freundschaft. Für Kinder ab 5 Jahren und Familien. (Bild: Foto ed Meiningen)
Weitere Informationen: ► www.theater-eisenach.de
Eisenacher Musikschüler treten bei “Jugend musiziert” an
17 Schüler und Schülerinnen der Musikschule “Johann Sebastian Bach” treten am 19. und 20. Februar zum Regionalwettbewerb “Jugend musiziert”” in Bad Salz- ungen an. Gemeldet sind fünf Klavierschülerinnen und -schüler, eine Schülerin aus dem Fach Gesang Solo, ein Blockflöten-Trio, ein Querflöten-Duo, zwei Akkordeon- Duos und ein Violinen-Duo. Jüngste Teilnehmer sind Jana Hering (7 Jahre) und Christopher Hofmeister ( 8 Jahre). Sie gehen in der Kategorie Akkordeon-Ensemble in der Altersgruppe Ia ins Rennen.
Die Teilnehmer am Wettbewerb “Jugend musiziert” werden nach einem Punkte-System bewertet. Ab der Altersgruppe II und der Anzahl von 23 Punkten gibt es einen 1. Preis mit der Berechtigung zur Teilnahme am Landeswettbewerb. Der findet am 26. und 27. März in Sondershausen statt
Die Musikschule J.S. Bach in Eisenacht: ► Klick hier
Thüringen entdecken - Das "Optische Museum" in Jena
Wer an Jena denkt, nennt gerne Namen wie Zeiss, Abbe oder Schott in einem Atemzug. Immerhin ist die Stadt an der Saale im wunderschönen Thüringen weltbekannte Wirkungsstätte dieser Persönlichkeiten, die mehr oder weniger etwas mit der interessanten Welt der "Optik" zu tun hatten. Wer mit undefinierbaren Gemälden moderner Künstler oder den sonstigen Auswüchsen diverser Aus- stellungen nichts anfangen kann, könnte zumindest an den vielen Exponaten im "Optischen Museum Jena" seine Freude haben.
Das im Juni 1922 als Einrichtung der Carl-Zeiss-Stiftung gegründete Museum be- herbergt eine einzigartige Sammlung optischer Instrumente aus fünf Jahrhunderten und bietet trotz seiner Vielfalt ein übersichtliches Kompendium für technisch Inter- essierte oder aber die, welche einfach nur mal einen neugierigen Blick in die Ver- gangenheit großer Erfindungen werfen wollen. Vieles, was wir heute in moderner Form kennen, nahm nicht selten bereits vor Jahrhunderten seinen Anfang und fin- det sich nun als Fernrohr, Fotoapparat, Brille oder Mikroskop im Bestand einer fas- zinierenden Sammlung wieder, die große und kleine Museumsbesucher vor den Vitrinen staunen lässt. Alles ist verständlich erklärt und manches kann mann so- gar ausprobieren wie verschiedene "Sehrohre" oder der Blick durch einen "Guck- kasten". Ein wenig Zeit mitbringen ist beim Besuch des Museum Pflicht.
Wer sich ein wenig vorbildet, wird bei seiner Entdeckungsreise durch die verschie- denen Ausstellungs-Räume schnell in den Bann der "optischen Instrumente" und vor allem deren Geschichte gezogen. Sätze wie "Das wusste ich nicht..!" oder "Das gab es zu der Zeit schon?" hört man oft in der auf drei Etagen verteilten Ausstellung.
Auch wenn nicht jeder der Themenbereiche für jeden Besucher wie die Exposition "Holografie – ein Blick in die 3. Dimension" beim Lesen der technischen Erklärung- en als leichte Kost zu bewerten ist, so macht das Berachten der "räumlichen Bilder" auch in Zeiten moderner 3D-Kino´s immer wieder Spaß. Wer natürlich noch etwas vom Physikunterricht seiner Schulzeit behalten hat oder aber den einen oder an- deren Fachbegriff zu deuten weiß, wird spätestens im Fachbereich "Fotoapparate" die Urväter der jüngst erworbenen HDTV-Kamera erkennen. Und während der auf- merksame Nachwuchs den Namen "Zeiss" auf dem Okular von Papas "High-Tech- Knipse" entdeckt hat und das Familienoberhaupt eindrucksvoll die Erfindungen von längst vergangenen Tagen lobt, ist es 17 Uhr geworden und das Museum möchte schließen. "Wir können ja noch mal wiederkommen" wird der Vater wohl zu seinem Sohn sagen und heimlich zuhause noch einmal sein altes Physik-Schulbuch aus der Kommode auf dem Dachboden holen. Beim nächsten Rundgang wird Papa al- les erklären können und wenn nicht, bietet das "Optische Museum Jena" auch ver- schiedene Führungen an.
Das "Optische Museum Jena" im Internet: ► www.optischesmuseum.de
Manfred Krug - Auf Achse in Erfurt
Schauspieler, Autor und Sänger Manfred Krug erwartete einen tosenden Applaus.
Natürlich kennt man ihn als „Liebling Kreuzberg“, oder als Tatort-Kommissar Paul Stoever.
Mit seinem Programm „Jazzin`the Blues“ zog er das Publikum am 12. 02. 2011
bis fast auf den letzten Platz in die „Alte Oper“.
Mit seiner Band und der popu- lären Jazzsängerin Uschi Brüning, mit der er in den 70ern schon auf der Bühne stand, sang er Klassiker, wie Dustin Springfields „Son of a preacher man“ und auch eigene komponierte Lieder.
Viele Texte schreibt Krug selbst, wie auch seine Bücher, die an diesem Abend nicht zu kurz kamen, und mit Humor daraus vorlas.
Am Ende der Veranstaltung nahm er sich dann Zeit für sein Publikum.
Er signierte Autogramme, CDs und Bücher, beantwortete Fragen,
stellte aber auch interessiert seinen Fans Fragen.
Diese Komposition aus Konzert und Lesung bleibt für viele sicher unvergessen. (Beitrag: Nancy Thomas)
Alte Oper Erfurt im Internet: ► www.dasdie.de
Empiresaal Eisenach: Reiner Süß - Da lag Musike drin
Betrachtet man die künstlerische Karriere von Kammer- sänger Reiner Süß in groben Zügen, wäre seiner Vielfalt da bei weitem nicht Genüge getan. Zwischen Thomaner- chor und Theaterbühne liegen Jahrzehnte gelebter und vom Publikum geliebter Unterhaltungskunst allererster Güte. 100 Mal flimmerte die DDR-Fernsehsendung "Da liegt Musike drin" zwischen 1968 und 1985 über die ost- deutschen Bildschirme und etablierte sich in den Jahren zu einem wahren Straßenfeger. Die Unterhaltungssendung aus dem "Haus der heiteren Muse" in Leipzig war neben der Berliner Produktion "Ein Kessel Buntes" das Stelldichein für nationale und internationale Künstler im Fernsehen der DDR.
Am 13. März 2011 kommt Kammersänger Reiner Süß in den Empiresaal der Eise- nacher Buchhandlung "Die Eule" und hat neben seinen Erinnerungen in Form des Buches "Da lag Musike drin" auch einige musikalische Rückblicke mit im Gepäck. Gemeinsam mit Sohn Dario Süß, der in der Vergangenheit unter anderem auch am Landestheater Eisenach zu erleben war, wird der 1930 in Chemnitz geborene Rei- ner Süß sein Publikum zu einer musikalischen Lesung einladen.
Das Buch "Da lag Musik drin" aus dem Lehmstdt-Verlag: ► Klick hier
Die Buchandlung "Die Eule" im Internet: ► www.die-eule-buchhandlung.de
Veranstaltungen im Empiresaal in Eisenach: ► www.agentur-wendisch.de
Freiw. Feuerwehr Göringen verbesserte Einsatzbereitschaft
Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Göringen errangen 2010 bei der Überprüfung der Einsatzbereit- schaft der Freiwilligen Wehren Eisenachs den 1. Platz. Dieser Sieg und die rege Teilnahme an den Ausbildung- en und Übungen zeugen davon, dass die Freiwillige Feuerwehr Göringen ihre Einsatzbereitschaft verbessert hat, betonte Wehrführer Thomas Siebert zur Jahres- hauptversammlung Ende Januar. Zudem absolvierte im vergangenen Jahr der Kamerad André Schrimpf den Gruppenführerlehrgang an der Landesfeuerwehr- schule in Bad Köstritz.
Auf Grund ihrer Leistungen beförderte Oberbürgermeister Matthias Doht die Kame- raden André Schrimpf und Daniel Stegmann zu Hauptfeuerwehrmännern. Die Kameraden Wolfgang Gunkel und Horst Schmauch dürfen sich ab sofort als Löschmeister bezeichnen.
In der Diskussion stand das gerade bewältigte Hochwasser der Werra im Mittel- punkt. Es zeigte sich, dass die Hochwasserschutzmaßnahmen für die Ortslage Wartha erfolgreich waren, jedoch im Bereich von Göringen und in der Flur Richtung Herleshausen der Fluss verstärkten über die Ufer getreten ist. Hier muß nach Ansicht der Kameraden noch nachgebessert werden. Zu einem Einsatz mussten die Kammeraden der Freiwillige Feuerwehr Göringen im vorigen Jahr nicht aus- rücken.
Als in Eisenach noch die gute alte "Bimmel" fuhr
Noch bis zum 31. Dezember 1975 hätten Besucher des Thüringer Museums am Eisenacher Marktplatz direkt vor der Tür der im Stadtschloss untergebrachten städtisch- en Einrichtung aussteigen können. Eine Straßenbahn ist in diesen Tagen (1909 bis 1975) die "moderne" Perso- nenbeförderung der Wartburgstadt. Auch wenn man bei den meisten Streckenabschnitten der Straßenbahn fast hätte nebenher laufen können, erfreute sich die "Alte Bimmel" bei Einheimischen wie bei den Gästen der Stadt großer Beliebtheit. Eine Ausstellung (28. November 2010 bis 9. März 2011) im Marstall des Thüringer Museum Eisenach mit dem Titel "Kultur in Bewegung - Reisen, Handel & Verkehr" gibt neben weiteren Themen auch einen interessanten Einblick in die Geschichte der Eisenacher Straßenbahn.
Wer sich in der heuteigen Zeit auf Reisen begibt, benutzt öffentliche Verkehrsmittel wie Eisenbahn oder Flugzeug mit großer Selbstverständlichkeit. Das dies nicht im- mer so war, zeigt die bereits genannte Ausstellung im Thüringer Museum Eisenach an eindrucksvollen Beispielen. Ob Postkutsche, Automobil oder Straßenbahn... sie alle sind Zeugen für den technischen Fortschritt der jeweiligen Epochen.
Der Wunsch der Menschen nach Mobilität hat besonders im vergangenen Jahrhun- dert der Welt stets neue Verkehrsmittel beschert, die in immer wieder moderneren Versionen unser Leben bis heute begleiten. Die Straßenbahn ist sicherlich eines davon.
Ein originaler Führerstand einer Eisenacher Straßenbahn mit einer funktionieren- den "Fußbimmel" ist nicht nur für Straßenbahnfans eine interessante Attraktion der Ausstellung "Kultur in Bewegung...". Die Fronteinheit der "Nummer 21" wurde vom Eisenacher Fotografen Joachim Thurau vor der Verschrottung gerettet und lädt den Besucher nun zum Ausprobieren ein. Wer mal eine vollständige Straßenbahn, die damals durch die Eisenacher Straßen fuhr, sehen möchte, wird im Straßenbahn-Museum in Dresden fündig. Eine weitere ehemalige Eisenacher Bimmel aus dem Jahre 1938 ist heute als historischer Triebwagen in Erfurt regelmäßig unterwegs.
Das Thüringer Museum am Eisenacher Marktplatz: ► Klick hier
Wissenswertes zur Eisenacher Straßenbahn: ► Klick hier
Historische Bilder rund um die Eisenacher Straßenbahn: ► Klick hier
Das Straßenbahn-Museum in Dresden: ► Klick hier
Junges Schauspiel feiert mit Anouilhs „Antigone“ Premiere
Das Stück „Antigone“, das am Samstag, 5. Februar um 19.30 Uhr im Landestheater Eisenach Premiere hat, ist daher heute so aktuell wie nie zuvor. Seit der griechische Dichter Sophokles vor zweieinhalbtausend Jahren Anti- gone zur Heldin seiner gleichnamigen Tragödie machte, ist die Faszination dieser Frauengestalt ungebrochen. Frauen aus allen Jahrhunderten identifizierten sich mit der thebanischen Königstochter, die ihr Gewissen über das Gesetz stellte. Nicht umsonst gilt Antigone als das erste prominente Beispiel für den derzeit heiß disku- tierten zivilen Ungehorsam.
Keine Requisiten, keine Effekthascherei lenken in dem sachlich-weißen Bühnen- bild von der Geschichte ab, die der Franzose Jean Anouilh 1944 mit leichtfüßiger (Alltags-)Sprache in eine fiktive Gegenwart verlegte:
Im Kampf um die Macht in Theben haben sich Antigones Brüder Eteokles und Polyneikes gegenseitig umgebracht. Um ein Exempel zu statuieren, ließ Kreon, Onkel Antigones und neuer Herrscher in Theben, Eteokles zum Helden, den Bruder aber zum Staatsfeind erklären und dessen Bestattung unter Todesstrafe verbieten. Antigone – jung, rebellisch und erfüllt von Idealen – will diesen politischen Schach- zug nicht akzeptieren und bedeckt Polyneikes’ Leichnam.
Anouilh – einer der meistgespielten Dramatiker der Gegenwart – rückt die auf diese Tat folgende Auseinandersetzung über Leben und Tod, Staatsräson und individuelle Freiheit zwischen der Titelheldin und König Kreon in das Zentrum seiner Interpretation der Geschichte. Sein Kreon ist nicht, wie im klassischen Vorbild, der hartherzige Tyrann, der die Staatsmacht zu Unrecht in den Händen hält. Er bietet Antigone die Rettung an. Doch Antigone will ihrer Weltsicht selbst um den Preis des Lebens die Treue halten. „Ich bin nicht da, um zu verstehen. Ich bin da, um dir ein Nein entgegenzusetzen und zu sterben“, lautet ihr radikales Credo.
Weitere Informationen: ► www.theater-eisenach.de
Rubiks magischer Würfel verzaubert seit 30 Jahren die Welt
Kein anderes Spielzeug überschwemmt den Markt in so großen Dimensionen wie der von Ernő Rubik erfundene magische "Würfel". Bereits 1975 erhielt der ungarische Architekt und Designer für den "Rubik´s Cube", welcher zunächst als dreidimensionales "Geduldsspiel" für sei- ne Studenten zum trainieren des räumlichen Denkver- mögens gedacht war, ein Patent. Nach der Vergabe der weltweiten Rechte an die US-amerikanische Firma Ideal Toy Corporation (1979) trat der Würfel einen selbst vom Erfinder ungeahnten Siegeszug rund um die ganze Welt an.
Mehr als 160 Millionen Zauberwürfel fanden zwischen Juni 1980 und 1982 ihre Be- sitzer auf vielen Kontinenten. Alle Generationen hatte sich am "Würfel-Dreh-Fieber" angesteckt. Ob auf Schulhöfen, im Büro oder zuhause beim Fernsehen. Es wurde gedreht und gedreht. Wer die Würfelfarben ordnen konnte, galt als besonders cool.
Bereits 1980 erhielt der Spieleverlag "Arxon" für "Rubik´s Cube" eine Auszeichnung als "Bestes Solitärspiel 1980". Bis heute hat der kleine bunte Würfel nichts an sei- ner Faszination verloren. Dem originalen Zauberwürfel der ersten Generation folg- ten viele Variationen des "Magic Cube". Manche Exemplare aus den ersten Jahren sind heute wegen ihrer Seltenheit begehrte Sammelobjekte.
Das Geheimnis des Würfels zu lösen oder besser gesagt, die Farben der Seiten zu ordnen, ist auf mindestens 2 Weisen möglich. Entweder auf "Gut-Glück", was aller- dings nur in sehr wenigen Fällen von Millionen zum Erfolg führt oder aber wissen- schaftlich unter Zuhilfenahme diverser mathematischer Algorithmen. Letztere sind meist ebenso komplex wie der Würfel selbst.
Das sich aus dem drehen des Zauberwürfels im Verlauf der Zeit kleine und große Wettbewerbe entwickelt haben, versteht sich fast von allein. Im November 2011 be- nötigte der Australier Feliks Zemdegs gerade mal 6,77 Sekunden, um die Farben eines klassischen 3x3x3-Würfels zu ordnen. Zur ersten Weltmeisterschaft im März 1981 blieb die Stoppuhr bei 38 Sekunden für den Münchner Jury Fröschl stehen.
Der Weltrekord von Feliks Zemdegs am 13. November 2010: ► Klick hier
Heitere Lesung mit Peter Weck begeisterte das Publikum
Man könnte fast meinen, sie gäben sich die Klinke in die Hand. Immerhin liest sich die Gästeliste der bereits auf- getretenen Künstler wie das Sammelsurium aus einem Boulevard-Magazin. Selbst der Dichterfürst Johann Wolf- gang von Goethe war seinerzeit Gast im Haus in der Ei- senacher Karlstraße 3, in dem sich in der ersten Etage der Empiresaal befindet. Auch Kaiser Napoleon weilte seinerzeit auf der Durchreise im Oktober 1808 im Hause Streiber. Welche Art Unterhaltung an diesem Abend für den hochwohlgeborenen Gast auf dem Pro- gramm stand, ist im Detail leider nicht überliefert.
Heute ist der rund 80 bis 100 Besucher fassende "Empiresaal" eine gern genutzte Räumlichkeit für Veranstaltungen, die mit einem kleinen Podium auskommen und als Unterhaltungsform die Genres der Kleinkunst ebenso bedienen wie Lesungen und Minikonzerte. Hierbei kommen neben namhaften Künstlern aus Film, Funk und Fernsehen auch regionale Kulturschaffende zum Zug, deren Programme nicht sel- ten ein gern besuchter Geheimtipp sind.
Ein rechtzeitiges Bemühen um Karten ist bei der begrenzten Verfügbarkeit an Sitz- plätzen durchaus sinnvoll.
Veranstaltungen im Empiresaal Eisenach: ► www.agentur-wendisch.de