Der tägliche Umbau in Pauls Hunde-Eigenheim
Übermut in Reinkultur. Das Problem kennen wohl die meisten Hundebesitzer, die ihren kleinen Liebling schon als Welpen ihr eigen nennen durften. Da geht bei man- chen Rassen schon mal das Temperament durch und die für den so süßen kleinen Fiffi erreichbare Welt ähnelt mehr einem Schlachtfeld. Natürlich wird der soeben er- worbene Pudel nicht sofort die ganze Wohnung in die Luft jagen, immerhin muß der auf seine arttypische Frisur achten. Das sieht beim Jack Russel Terrier bereits ganz anders aus. Von Natur aus wild und voller Unternehmungsdrang scheut bereits der Welpe keinerlei Feindkontakt in Form seines Körbchens bis hin zur Designer-Jogginghose von Herrchen oder Frauchen, welche mit gezielten Attacken zur Musik von "Rimski-Korsakow" fachgerecht malträtiert werden. Und während das Radio bei mittlerer Lautstärke den "Hummel- flug" spielt und der wildgewordene Terrier zu den 16tel Noten der Musik die Wohnung in Lichtgeschwindigkeit durchquert und dabei immer noch Zeit für einen herzhaften Biss in Herrchens Wade findet, prägt so mancher Hundeeigner den fundamentalen Satz: " Warum hab ich mir das angetan".
Die wichtigste Faustregel beim Herrchen-Outfit für die Welpenerziehung ist so ein- fach wie sinnvoll: Je junger der Hund, desto älter die Klamotten. Zumindest in der Erziehungsphase sollte der erziehungsberechtigte Hundehalter sich den angebo- renen Eigenheiten des Hundes anpassen und dem gutgelaunten Vierbeiner geeig- nete Möglichkeiten zur Krafterprobung schaffen. Wo sich der keine Pudel möglich- erweise mit einem handgroßen Spiegel zufrieden gibt, da einige dieser Rasse erst im Alter zum Terrorismus neigen, braucht der Jack Russel schon etwas stabileres, um seinen Übermut gebührend auszutoben.
Grundvorrausetzung ist, das der Terrier ausreichend bewegt wird, was bezogen auf die Länge der Bewegung im Kilometerbereich anzusetzen ist. Bereits an die Leine gewöhnt, kann selbst der Welpe schon recht große Strecken laufen, ohne dabei ei- ne spürbare Ermüdung anzuzeigen. Zuhause gehört ein bereits in einem anderen Beitrag erwähnter mittelgroßer Knabberknochen zur unbedingten Grundausstat- tung, damit das Mobiliar und die Schuhe des Hausherren vor einem allzustarken Verbiss verschont bleiben. Diverse Kollateralschäden bleiben jedoch selbst bei allerbester Erziehung nicht aus, denn wer kann schon 24 Stunden am Tag stets hinter dem ach so niedlichen Sonnenschein stehen und zum hundertausendsten Mal " das sollst du doch nicht" sagen.
Am besten bildet man sich bereits vor dem Erwerb eines Vierbeiners, welche Ei- genschaften das Tier hat und welche Folgen daraus entstehen können. Ein guter Ansprechpartner ist in jedem Fall der örtliche Tierarzt, aber auch das Internet kann bereits im Vorfeld wertvolle Aufklärung für die richtige Wahl bieten.
Als wichtigster Grundsatz vor dem Kauf eines Hundes gilt, daß es sich hier um ein Lebewesen mit mannigfaltigen Eigenschaften handelt und kein Spielzeug ist!
Geschirr oder Halsband - Was ist besser für den Hund
Die Meinungen der Hund-Freunde gehen bei der Frage, ob für den Hund ein Halsband oder ein Geschirr besser ist, weit auseinander. Für den Welpen oder jungen Hund ist ein Geschirr durchaus angeraten, zumindest bevor die eigentliche Erziehung beginnt. Das noch ungestüme Tier voller Tatendrang außerhalb der menschlich- en Kontrolle kann bei einem unbedacht ausgewähltem Halsband im Halsbereich geschädigt werden. Gerade wilde Rassen wie der Jack Russel können hierbei Schädigungen davontragen, die ein gut angepasstes Geschirr vermeiden kann. Später kann der gut erzogene Hund durchaus ein seiner Größe entsprechendes Halsband tragen, daß ausschließlich zum leiten des Tieres dient. Gehorsam wie Gehen bei Fuß sind dabei eine wichtige Voraussetzung. Fehlt diese Erziehung und der Vierbeiner zerrt an der Leine, sind Verletzungen durch würgen im Halsbereich möglich. Als Faustregel gilt: Erst ein Geschirr, dann die entsprechende Erziehung und dann ein Halsband. Dies darf allerdings nur allge- mein gesehen werden. Der örtliche Tierarzt kann bei der Auswahl der geeigneten "Leine" hilfreich sein. Übrigens: Ein falsch gewähltes Geschirr kann Schädigungen an den Gelenken der Vorderläufe auslösen. Also immer das gewünschte Produkt im Handel ausprobieren und im Zweifelsfall auch hier den Tierarzt um sein Urteil bitten. Er kann am besten beurteilen, welche Form der Führung für das jeweilige Tier geeignet ist.
Ein Knabberknochen ist nicht nur gut für die Zähne
Zumindest bei den etwas munteren Rassen stellt sich schnell für den Hundehalter ein nicht unerhebliches Pro- blem ein. Der kleine Sonnenschein trübt die allgemei- ne Freude durch einen angeborenen Drang, alles was in das kleine Schnäutzchen passt, anzuknabbern. Das ist im Spieltrieb des Tieres durchaus natürlich und gehört zum Training der eigenen Fähigkeiten des Tieres normal mit dazu. Wer vermeiden möchte, daß Möbel, Schuhwerk und alles, was dem Welpen greifbar ist, angefressen wird, sollte versuchen, mit im Handel erhältlichen Knapperknochen dem natürlichen Drang des Hundes, sein Gebiss zu erproben, gerecht zu werden. Sicherlich kein Allheilmittel, aber bei Paul als äußerst munterer Jack Russel funktioniert es wunderbar. Mit gut 3 Monaten darf der Welpe neben seinem Welpenfutter das Milchgebiss an Kauknochen erproben. Die Knochen aus Rinderhaut kommen nicht nur dem Knabberdrang des Hundes entgegen. Auch die Zahnreinigung wird bei der Gelegenheit gleich mit erledigt. Nicht jeder Vierbeiner lässt sich besonders als erwachsener Hund freiwillig die Zähne putzen. Ein frühzeitiger Versuch, das Tier an Möhren zu gewöhnen, kann ebenfalls hilfreich sein. Hier steht neben der aktiven Zahnreinigung auch eine teilweise natürliche Entwurmung für den erwachsenen Hund zu Verfügung.
Gestatten, Paul - Neues Maskottchen bei Eisenach-City.de
Neugierig erkundet Jack Russell Terrier Paul die große Welt, die für einen kleinen Welpen von gut 3 Monaten na- türlich noch viel größer ist. Da gibt es so viel zu sehen, zu schnuppern und jeder Tag ist ein neues Abenteuer. Eine Info-Serie zum Thema "Mein Haustier" soll in den jewei- ligen Monatsausgaben Wissenswertes rund um besten Freund des Menschen zeigen. Es gibt vieles zu beachten bei der richtigen Erziehung eines Hundes. Welches Futter ist geeignet und wieviel davon ist gut. Welche Tierarztbesuche sind besonders wichtig und was für Informa- tionen kann ich dort erfragen. Wer sich intensiv mit seinem Haustier beschäftigt wird bald merken, daß der süße kleine Vierbeiner kein Spielzeug ist. Wer allerdings die notwendigen Regeln beherrscht, bekommt den besten Freund, den man sich denken kann. "Der Hund bleibt Dir im Sturme treu, der Mensch nicht mal im Winde" sagt ein bekanntes Sprichwort. Das dies wörtlich zu nehmen ist, weiß Medien- gestalter Mike Burkhardt aus eigener Erfahrung genau. Lesen Sie Interessantes über seine Erfahrungen der Beziehung zwischen Hund und Mensch mit wertvollen Tipps vom Eisenacher Tierarzt Dr. Michael Feest. Sehen Sie in Bildern, wie sich Paul entwickelt und welche kleinen und großen Abenteuer der kleine Jack Russell Terrier auf dem Weg zum erwachsenen Hund erlebt.